Profil · Vita · Publikationen
Dr. Hannes Hartung
Dr. iur. Hannes Hartung TEP ist seit 2002 als Rechtsanwalt tätig. Er gründete 2011 die Kanzlei THEMIS und ist geschäftsführender Gesellschafter der THEMIS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in München. Seine Arbeit verbindet Kunst- und Kulturrecht, Restitution, Urheber- und Medienrecht, Denkmalschutz sowie die Beratung vermögender Privatpersonen.
Profil
- Rechtsanwalt in Deutschland seit 2002; zweite Zulassung in Österreich seit 2020
- Promotion an der Universität Zürich über Kunstraub in Krieg und Verfolgung; Buchveröffentlichung bei De Gruyter 2005
- Trust and Estate Practitioner (TEP) bei STEP London seit 2016
- ICOM-WIPO Mediator für Kunst und Kulturerbe; Schiedsrichter und Mediator am Court of Arbitration for Art (CAfA)
- Theoretische Kenntnisse der Fachanwaltslehrgänge Steuerrecht, Urheber- und Medienrecht sowie Erbrecht
- Testamentsvollstrecker (AGT)
- Lehrtätigkeiten seit 2006, unter anderem an der LMU München, der Karl-Franzens-Universität Graz und der FernUniversität in Hagen
Werdegang
1993–2000: Studium der Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Referendariat beim OLG Stuttgart und Zweites Staatsexamen.
2002: Zulassung als Rechtsanwalt. Der kunstrechtliche Schwerpunkt entwickelte sich bereits während der wissenschaftlichen Arbeit zur Restitution von Beute- und Raubkunst.
2004/2005: Promotion an der Universität Zürich; Veröffentlichung der Dissertation in der Reihe „Schriften zum Kulturgüterschutz“ bei De Gruyter.
2008–2011: Partner in Münchner und überregionalen Wirtschaftskanzleien. Aufnahme in Branchenhandbücher, darunter „Der deutsche Wirtschaftsanwalt 2008/2009“ und das JUVE-Handbuch 2010/2011.
Seit 1. September 2011: Gründer von THEMIS; heute geschäftsführender Gesellschafter der THEMIS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.
Lehre, Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit
Hartung lehrte beziehungsweise lehrt internationales Kunst- und Kulturrecht, Kulturgüterschutz und Urheberrecht. Seit 2011 ist er als ICOM-WIPO-Neutral für Streitigkeiten im Bereich Kunst und Kulturerbe gelistet. Hinzu kommen Tätigkeiten als CAfA-Schiedsrichter und -Mediator.
Publikationen – Auswahl
- Kunstraub in Krieg und Verfolgung. Die Restitution der Beute- und Raubkunst im Kollisions- und Völkerrecht, De Gruyter 2005, DOI: 10.1515/9783110925395
- „Wege zur gerechten und fairen Lösung bei NS-Raubkunst“, NJW 2020, 718
- Kapitel „Kunstrecht“ im Münchener Vertragshandbuch, Band 3: Wirtschaftsrecht II, C.H. Beck
- Leitfaden Das neue Kulturgutschutzgesetz für AXA ART, 2016/2017
- ARTIMA Collector’s Know-how, Bände zu Kunstkauf und Haftung; Beute-, entarteter und Raubkunst; Kunstbewertung, Besteuerung und Sammlungsnachfolge
- Beiträge in DIE WELT/WELT AM SONNTAG, darunter „Weitergeschoben in die nächste Generation“ (2004), „Ein Problem und seine Erben“ (2014), „Schließt das Kapitel Gurlitt“ (2017), „Die letzte Chance für den Welfenschatz“ (2018), zum Supreme-Court-Urteil (2021) und „Neue deutsche Verbindlichkeit“ (2024)
Auszeichnungen und Anerkennungen
- Carl-Sonnenschein-Gedächtnispreis 2007 für die Dissertation; der Kartellverband führt Hartung in seiner offiziellen Preisträgerliste.
- Branchenhandbücher: Erwähnungen im „Deutschen Wirtschaftsanwalt 2008/2009“ und im JUVE-Handbuch 2010/2011.
- Kanzlei-Rankings nach veröffentlichten Eigenangaben: ACQ Global Awards „Art Law Firm of the Year“ 2016 und 2019; CorporateINTL und Global Law Experts „Art Law Firm of the Year“ 2017–2020 beziehungsweise 2016–2020; Acquisition International „Leading Art, Culture and Media Law Adviser of the Year 2018, Germany“.
- Handelsblatt 2025: THEMIS nennt eine Aufnahme in eine Arbeitgeberauswertung deutscher Kanzleien. Diese Angabe ist als Kanzleiauszeichnung, nicht als persönlicher juristischer Fachpreis einzuordnen.
Mitgliedschaften
Genannt werden unter anderem STEP London, International Bar Association – Art, Cultural Institutions and Heritage Law Committee, Art Lawyers Association, Court of Arbitration for Art, Deutsches Institut für Schiedsgerichtsbarkeit, Deutsch-Britische Juristenvereinigung, Bund katholischer Rechtsanwälte und Kunstsammlerverein e.V.
Quellenstand: 15. September 2026. Grundlage sind öffentlich zugängliche Primär- und Medienquellen, darunter THEMIS-Profil, De Gruyter, Kartellverband und ZEIT Verlagsgruppe.